Island Hunde Treffen am 10. September 2011



Meine Isländer

Dierker Brandschutz

Meine Hunde stehen für mich im Mittelpunkt. Bei der Entscheidung für einen Hund entscheidet ich mich gleichzeitig dafür, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Dieser Verantwortung möchte ich auf jeden Fall gerecht werden.

 

Inzwischen sind meine Hunde, links der Wutke 13Jahre und rechts der Fridur 4Jahre, vollständige Familienmitglieder geworden, die von allen geliebt werden. Wir versuchen, ihnen ein gutes Rudel zu sein, in dem sie sich unterordnen müssen und dennoch Zuneigung bekommen. Das  ist ein Hauptaspekt meiner Erziehung.

 

Bei der Entscheidung für einen Hund haben viele Dinge eine Rolle gespielt. Zunächst einmal war mir ein ruhiges Wesen und Kinderliebe sehr wichtig. Dann wollte ich mich mit dem Tier viel bewegen und den Charakter ausbilden können. Außerdem wollte ich auf keinen Fall ein überzüchtetes oder kupiertes Tier.

 

Ich habe mir meine Wahl nicht einfach gemacht, bin jetzt aber sehr glücklich mit meinen Islandhunden. Ich würde diese Rasse jedem empfehlen, der bereit ist, Zeit zu investieren und ein Tier aufzuziehen, ohne gegen seine Natur zu handeln.


Meine Hunde geben mir sehr viel zurück. Sie sind beide sehr verschmust und merken, wenn ich ihnen etwas Gutes tu. Sie freuen sich, wenn ich mich mit ihnen beschäftige und zeigen mir das durch körperliche Nähe. Das Schöne ist, dass sie ihre Freude deutlich zeigen.

Der Islandhund

Dierker Brandschutz

Der Islandhund ist die einzige Hunderasse mit Island als Ursprungsland. Der Islandhund passte sich in seiner Arbeitsweise im Lauf der Jahrhunderte den örtlichen Gegebenheiten, der Art, wie Landwirtschaft betrieben wurde, und dem harten Überlebenskampf des isländischen Volkes an und wurde den Bauern beim Zusammentreiben des Viehs unentbehrlich.

Der Islandhund wurde von den Wikingern um 870 mit nach Island gebracht. Aufgrund der ihm übertragenen Arbeiten musste der Islandhund ein robuster, ausdauernder Gehilfe sein und durfte nur wenige Ansprüche stellen. Sein wasserabweisendes, doppeltes Fell schützt ihn vor den extremen Witterungsbedingungen, seine doppelten Wolfskrallen geben ihm einen festen Halt in unwegsamem Gelände. Flink und ausdauernd treibt der Islandhund Schafe und Pferde. Seine Bellfreudigkeit macht ihn außerdem zu einem guten Wachhund, jedoch ohne Aggressivität.

Aufgrund der isolierten Lage Islands ist diese Rasse sehr “rein” geblieben. Durch mehrere Epidemien wurde der Hundebestand stark dezimiert, sodass im 19. Jahrhundert der Islandhund kurz vor dem Aussterben stand. Dies spiegelte sich auch in dem Wert eines Hundes wider. Gegen einen Welpen wurden ein Islandpferd oder 2 Schafe getauscht. Der Engländer Mark Watson wurde bei seinen Reisen um 1930 und 1950 auf den Islandhund aufmerksam und hat wohl dazu beigetragen, dass es den Islandhund heute noch gibt, denn zu diesem Zeitpunkt gab es etwa noch 8 reinrassige Islandhunde. Auf diesen Hunden baut sich der gesamte heutige Bestand auf. Seit 1972 ist die Rasse auch von der FCI anerkannt.

Der Islandhund ist sehr anpassungsfähig, gutartig und sehr freundlich. Er hat eine schnelle Auffassungsgabe, aber einen “nordischen Dickschädel”. Deshalb sollte er mit Konsequenz, aber ohne Härte erzogen werden. Die enge Bindung zu “seinem” Rudel macht ihn zu einem idealen Familienhund, der sich gut mit Kindern oder auch anderen Haustieren versteht. Seinem hohen Bewegungsdrang sollte unbedingt nachgeben werden, das heißt täglich größere Spaziergänge oder auch Hundesport.

Das Fell braucht außer beim Fellwechsel recht wenig Pflege. Alle Farben sind erlaubt, aber eine sollte vorherrschen. Es werden zwei Felltypen gezüchtet:
Kurzhaarig: mittellanges, ziemlich raues Deckhaar mit dichter, weicher Unterwolle.
Langhaarig: Das Deckhaar ist länger als bei der kurzhaarigen Variante, ziemlich rau, mit dichter, weicher Unterwolle Ohren sind aufrecht, von mittlerer Größe; dreieckig mit steifen Kanten und leicht abgerundeten Spitzen. Die Rute ist hoch angesetzt, über dem Rücken geringelt, wobei dieser berührt wird.
Gewicht: 9-14 kg - Größe: Rüde 42-48cm, Hündin 38-44 cm

Wie alle Hirtenhunde ist er eigensinnig. Als Familienhund braucht er unbedingt ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung. Islandhunde haben einen äußerst geringen Jagdtrieb, jedoch ist die Rasse für ihre Bellfreudigkeit bekannt.

Da der Islandhund in seiner Funktion als Hirtenhund keine für die Herde gefährlichen Wildtiere vertreiben musste, wurde bei der Züchtung darauf geachtet, dass aggressives Verhalten aus der Rasse herausgezüchtet wurde. Gerade weil der Hund für die Kinder auf den weit verstreuten Höfen in Island oft der einzige Spielkamerad war, sollte die Rasse ein verträgliches und umgängliches Wesen besitzen. Aus diesem Grund zeichnet sich der heutige Islandhund durch sein verträgliches Wesen aus.